Fact Bite #1 Die Robustheit der Enterprise-Softwarebranche: F&E liefert Mehrwert

In Fact Bite 1 erörtern wir die Beziehung zwischen F&E-Investitionen, Innovation und Wirtschaftsleistung in der Softwarebranche.

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Main Capital Partners
21/09/2022

Letztes Jahr haben wir über die Größe und den Einfluss der Softwareindustrie in den Niederlanden geschrieben. Auf der Grundlage unserer Recherchen und Diskussionen mit Fachleuten von Dialogic haben wir ermittelt, dass der direkte Beitrag der Software-Branche allein zur niederländischen Wirtschaft etwa 4-4,5 % des Bruttosozialprodukts (BSP) beträgt. Jetzt, weniger als 12 Monate später, ist die wirtschaftliche Situation deutlich anders: Angebot und Nachfrage sind unausgewogen – und die Ressourcen sind knapp – in vielen Branchen. In Verbindung mit der russischen Aggression in der Ukraine, wirkt sich dies negativ auf das Verbrauchervertrauen aus und treibt die Inflation an. Währenddessen meldet Forrester eine anhaltende Umsatzwachstumsrate von 12 % für den weltweiten Enterprise-Software Markt. Wie kann das sein? In dieser Blogserie stellt Bram Kaashoek, Leiter des Bereichs Market Intelligence bei Main, drei Fakten vor, die die Robustheit und den konstanten Beitrag des Enterprise-Software Marktes zur Gesamtwirtschaft widerspiegeln.

In Fact Bite 1 erörtern wir die Beziehung zwischen F&E-Investitionen, Innovation und Wirtschaftsleistung in der Softwarebranche.

Konstante Investitionen in F&E und Produktmanagement bei gleichzeitigem Gewinnwachstum

Der Zusammenhang zwischen F&E-Investitionen, Innovation und Wirtschaftsleistung wurde in den letzten Jahrzehnten in verschiedenen Studien auf Unternehmens-, Branchen-, regionaler und nationaler Ebene bestätigt. Einfach ausgedrückt: Investitionen in F&E zahlen sich aus. Sie führen zu verbesserten Produkt- und Dienstleistungsangeboten, zu einer besseren Positionierung verglichen zum Wettbewerb, und außerdem sind die Unternehmen in der Lage den von ihnen geschaffenen Mehrwert zu monetarisieren.

Kaashoek: „Unsere Hypothese ist, dass dieses Zusammenspiel zwischen F&E, Innovation und kommerziellem Erfolg in der Enterprise-Softwarebranche besonders offensichtlich ist. Der Grund dafür ist, dass Softwareunternehmen ihre Lösungen für spezifische Arbeitsprozesse von Fachleuten in bestimmten Endmärkten entwickeln und diese Arbeitsprozesse dadurch immer besser und  besser kennen. Die meisten SaaS-Unternehmen sind zielgetrieben, suchen nach einem „Problem, das es wert ist, gelöst zu werden“ und haben den Lean-Startup-Ansatz von Eric Ries (2011) für die Produktentwicklung übernommen. Insbesondere bei cloudbasierten Lösungen, die über SaaS-Geschäftsmodelle auf den Markt gebracht werden, sind die Softwareanbieter in der Lage, die Nutzungsmuster der Endnutzer genau zu verfolgen und zu verstehen. Das bedeutet, dass Feedbackschleifen darüber, wie die Software einen Wert liefert, geschlossen sind und Möglichkeiten für die Produktentwicklung relativ einfach aufgedeckt werden können.

Obwohl der Erfolg nicht garantiert ist, konzentriert sich die Forschung und Entwicklung in der Softwarebranche daher eher auf das „E“ (Entwicklung) als auf das „F“ (Forschung). Es handelt sich nicht wirklich um ein „trial and error“-Geschäft, bei dem sowohl die Risiken als auch die Gewinne sehr hoch sind – wie in der Biotech-Industrie. Mit anderen Worten: Wenn es gut ausgeführt wird, muss ein kundenorientiertes Produktmanagement in der Softwarebranche in der Lage sein, innovative und wertsteigernde Lösungen, Module, Funktionen oder Integrationen relativ schnell auf den Markt zu bringen. Die Monetarisierung dieses Mehrwerts, insbesondere bei den in unserer Branche weit verbreiteten wiederkehrenden SaaS-Geschäftsmodellen, führt zu einem kontinuierlichen kumulierten Umsatzwachstum.“

Um tiefer in dieses Thema einzutauchen, haben wir uns die neuesten Daten der 2500 weltweit führenden Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren, angesehen. Die Europäische Kommission veröffentlicht jährlich das Economics of Industrial Research and Innovation (IRI) Scoreboard, das die F&E- und Umsatzzahlen großer Unternehmen enthält. Auf der Grundlage dieses Datensatzes haben wir die Branchenmuster analysiert – siehe die nachstehende Abbildung.

Abbildung 1. F&E-Intensität und Umsatzwachstum nach Branchen - Top-2500 F&E-Investment Unternehmen weltweit [Blasengröße entspricht dem Medianwert] (Quelle: Europäische Kommission - Economics of Industrial Research and Innovation, 2022. Analyse: Market Intelligence Main Capital Partners, 2022)

Kaashoek: „Die Analyse zeigt gut, dass die größten Softwareunternehmen der Welt ihre Umsätze konstant um über 10% steigern. Der Median des Umsatzwachstums liegt in der gleichen Bandbreite, die Forrester kürzlich angegeben hat. Außerdem wird deutlich, dass Softwareunternehmen selbst im COVID-19-Jahr 2021 18 % ihrer Einnahmen in die Produktentwicklung investiert haben. Das ist eine ganze Menge. Auch wenn es schwierig ist, über Kausalität zu sprechen, spiegelt dies ihre langfristige Vision und ihren Glauben wider, dass F&E-Investitionen zu neuen Lösungen, künftigem Umsatzwachstum und positiven Cashflows führen werden. Die gesunden Gewinnspannen, die wir in der Unternehmenssoftwarebranche beobachten und die das Ergebnis des skalierbaren Geschäftsmodells der Softwareanbieter sind, helfen dabei, diese Vorabinvestitionen zu tätigen. Selbst in herausfordernden Zeiten.“

Main Software 50: Fakten und Zahlen zur Branche

Interessanterweise sind die Zahlen der größten F&E-intensiven Softwareunternehmen weltweit, wie oben dargestellt, durchaus vergleichbar mit Mains Portfolio. Das durchschnittliche Umsatzwachstum in Mains Portfolio liegt bei über 13 %, während die F&E-Investitionen im Durchschnitt 20% des Umsatzes ausmachen. 

Sind Sie ein Software-Unternehmer und daran interessiert, mehr über Statistiken und Entwicklungen in der Softwarebranche zu erfahren? Dann nehmen Sie gerne an unserer Main Software 50 Branchenveranstaltung im November teil. Sie können sich hier anmelden:

17 November 2022

De Fabrique, Utrecht

30 November 2022

LOFTHAUS, Düsseldorf

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