Fact Bite #2. Robustheit der B2B-Softwarebranche: erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation

In Fact Bite #2 werden die bedeutenden Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation durch die Softwarebranche thematisiert.

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Main Capital Partners
07/10/2022

Letztes Jahr haben wir einen Artikel über die Größe und den Einfluss der Softwareindustrie in den Niederlanden geschrieben. Auf der Grundlage unserer Recherchen und Diskussionen mit Fachleuten von Dialogic schätzten wir, dass der direkte Beitrag von Software zur niederländischen Wirtschaft allein etwa 4-4,5 % des Bruttosozialprodukts (BSP) beträgt. Heute, weniger als 12 Monate später, ist die wirtschaftliche Situation deutlich anders: Angebot und Nachfrage sind unausgewogen und die Ressourcen sind knapp in vielen Branchen. In Verbindung mit der russischen Offensive in der Ukraine wirkt sich dies negativ auf das Verbrauchervertrauen aus und treibt die Inflation in die Höhe. Gleichzeitig meldet Forrester für den weltweiten Markt für Unternehmenssoftware eine anhaltende Umsatzwachstumsrate von 12 %. Wie kommt das? In dieser Blogserie stellt Bram Kaashoek, Leiter des Bereichs Market Intelligence bei Main Capital, drei Fakten vor, die die Robustheit und den konstanten Beitrag des Marktes für Unternehmenssoftware zur Gesamtwirtschaft widerspiegeln.

In Fact Bite #2 werden die bedeutenden Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation durch die Softwarebranche thematisiert.

Wachsende direkte Beschäftigung im IKT-Sektor und indirekte Auswirkung auf die Beschäftigung in anderen Branchen

Die Informations- und Internettechnologie, die eine der wichtigsten Voraussetzungen für cloudbasierte Softwarelösungen für Unternehmen ist, wird allgemein als „General Purpose Technology“ (GPR) bezeichnet. GPR, zu denen beispielsweise auch die Dampfmaschine, die Elektrizität und die Automobiltechnologie gehören, haben weitreichende, transformative und disruptive Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Menschen leben und arbeiten. Kennzeichnend für diese Art von Technologien sind die enormen Auswirkungen auf die Beschäftigung, das Entstehen neuer (Arten von) Arbeitsplätzen und die verbesserte Produktivität bei (bestehenden) Arbeitsplätzen und Tätigkeiten in anderen Branchen.

Dies gilt auch für IKT und Software im Besonderen. Um diese Auswirkungen zu verdeutlichen, zeigen wir zunächst ein Beispiel für die direkten Auswirkungen auf die Beschäftigung: direkte Arbeitsplätze (in VZÄ) in der IKT-Branche. In der folgenden Abbildung haben wir Daten analysiert, die vom Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP, 2022) erhoben wurden. Wir kombinierten langfristige historische Daten (2011-2020) zum Beschäftigungswachstum pro Branche mit der Prognose des Beschäftigungswachstums für dieses Jahrzehnt (2020-2030). Unsere Analyse zeigt deutlich, dass die IKT-Branche bei der Schaffung von Arbeitsplätzen in den letzten zehn Jahren an erster Stelle steht und voraussichtlich auch in den nächsten zehn Jahren zum Beschäftigungswachstum beitragen wird, neben z. B. dem Gesundheitssektor.

Abbildung 1 Beschäftigungswachstum: retrospektive und prognostizierte Zahlen [die Größe der Blasen entspricht der Gesamtbeschäftigung in Vollzeitäquivalenten] (Quelle: European Center for the Development of Vocational Training, 2022. Analyse: Market Intelligence Main Capital Partners, 2022)

Was ist der Grund dafür? Kaashoek erklärt: „Wenn wir auf die letzten 10 Jahre zurückblicken, lassen sich einige interessante Entwicklungen beobachten. Zunächst einmal einige wichtige technologische Fortschritte: Obwohl es IT- und Internettechnologien schon länger gibt, hat die Technologie in den letzten 10 bis 15 Jahren die zugrunde liegenden Geschäftsmodelle einer Vielzahl von Branchen und vertikalen Sektoren stark verändert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen kamen durch die Einführung der Cloud-Technologie erst richtig zum Tragen. Durch die Cloud-Architektur konnten Softwareunternehmen schneller und in größerem Umfang skalieren. Denken Sie nur an die Auswirkungen auf den Einzelhandel, die Reisebüros, das Bankwesen und so weiter. Softwareunternehmen lieferten (Teil-) Lösungen für geschäftskritische Arbeitsprozesse von Endnutzern in vielen Branchen, und auch die IKT-Dienste trugen mit ihren Beratungsaktivitäten zu groß angelegten digitalen Transformationsprojekten bei. Dies führte zu einem anhaltenden Bedarf an Softwareentwicklern und anderen IKT-Fachleuten. Sogar in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, denn in diesen Zeiten suchten die Endkunden nach Möglichkeiten, ihre Abläufe effizienter zu gestalten. Nicht selten wird Software als Schlüssel zur Steigerung der Effizienz geschäftskritischer Arbeitsprozesse angesehen. Dieser kontinuierliche Bedarf an IT und insbesondere an Software- und IT-Dienstleistern als kritische Komponente der digitalen Transformation in vielen Branchen hat den Bedarf an IT-Fachkräften und an Arbeitsplätzen in diesem Sektor deutlich erhöht.“

Darüber hinaus arbeiten IKT-Fachkräfte nicht nur im IT-Sektor. Die nachstehende Abbildung, die auf dem niederländischen Arbeitsmarkt basiert (pr-eDICT, 2021), veranschaulicht sehr schön, dass in fünf ausgewählten Branchen ein erheblicher Teil der Arbeitskräfte (5-14 %) auch in IKT-bezogenen Berufen tätig ist.

Abbildung 2 Prozentualer Anteil der IKT-Beschäftigung in verschiedenen Branchen (Quelle: pr-eDICT/Dutch Statistics/Dialogic, 2021. Analyse: Market Intelligence Main Capital Partners, 2022)

Main Software 50: Fakten und Zahlen zur Branche

Die Portfolio-Unternehmen von Main Capital beschäftigen insgesamt etwa 8.000 Personen, und diese Zahl wächst stetig, entsprechend der Marktprognose (siehe oben). 

Sind Sie ein Software-Unternehmer und daran interessiert, mehr über die Statistiken und Entwicklungen in der Softwarebranche zu erfahren? Dann nehmen Sie an unserem Main Software 50 Event im November teil. Die Benelux-Ausgabe findet dieses Jahr zum 11. Mal statt und wir kommen auch nach Deutschland. https://mainsoftware50.com/.

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